Am 6. Februar 1893 beantragte Max Klee, ein Schlächtermeister aus Berlin, beim Bernauer Magistrat, zwei Morgen Wald rechts an der Wandlitzer Chaussee im Jagen 3 kaufen zu dürfen. Die Witwe verpachtete das Restaurant und verkaufte es 1954. 1958 übernahm die staatliche Handelsorganisation (HO) die Gaststätte. 1977/78 wurden Haus und Gaststätte saniert. Dann öffnete der Waldkater wieder, aber nur 20 Monate. Nach einem Jahr Schließung erwarb Familie Grahl Haus und Hof.
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An einem Januartag im Jahre 1982 eröffnete Jürgen Grahl, Küchenmeister und Absolvent der Hotefachschule, mit wenigen Gästen aber trotzdem optimistisch und voller Ideen den Waldkater wieder, der schnell zu einem Anziehungspunkt im Norden Berlins wurde. Als spezialitäten wurden asiatische Menüs geriecht. Die Besachaffung der dafür nötigen Waren war nicht immer leicht. Die ersten Stäbchen für die asiatischen Menüs wurden von einem Tischeler hergestellt, das entsprechende Keramikgeschirr fertigte eine künstlerin aus dem Nachbarort, aus Malimostoff wurden Tücher genäht, die mit Pfefferminzöl aromatisiert und erhitzt zu beginn des Menüs zur Erfrischung gereicht wurden. Die Kellner zeigten den Gästen die Handhabung der Stäbchen, aber es kam ab und zu doch vor, dass Gäste ihre eigene Gabel aus der Tasche zogen, aus Sorge, sie kämen mit den Stäbchen nicht klar und blieben somit ohne Abendessen.Viele Betriebe kamen mit ihrer Belegschaft. Platzreservierungen von einem halben Jahr im voraus waren die Regel. Die "Wendezeit" ging auch am Waldkater nicht spurlos vorüber. Der neue Rad- und Wanderweg zum Liepnitzsee, der an unserem Haus vorbeiführt, lässt so manchen Wanderer eine Erfrischungspause auf der Terrasse einlegen, und im Winterhalbjahr von Oktober bis März können Gäste aus Nah und Fern im kleinen, intimen Rahmen sonnabends Lesungen oder Gespräche mit Künstlern erleben. Vor oder nach den Veranstaltungen besteht die Möglichkeit, in gemütlicher Runde zu speisen oder auch nur bei einem Glase Bier oder Wein zusammen zu sitzen. Hanna Grahl hat sich von Anfang an um das besondere Flair der Gasträume durch ständig wechselnde Ausstellungen von Malerei, Plastik, Fotografie und Kunsthandwerk gekümmert. Über 200 Ausstellungen wurden in den vergangenen 26 Jahren gestaltet. Bekannte Künstler wie A. Mohr, W Klemke,H. Metzkes, M. Butzmann, H. Vent, W. Womacka wechselten mit noch unbekannten jungen Künstlern, so dass die "Waldkater-Galerie" über die Jahre zu einer festen Tradition des Hauses wurde. |